Angesichts aufkeimender Bedenken rund um den Corona-Virus trafen sich am 12. März immerhin 33 Vereinsmitglieder zur Jahreshauptversammlung des A.G.V. Sängerlust im Vereinslokal Goldener Engel. Auf dem Programm standen neben den obligatorischen Jahresrückblicken des Vorstands und des Chorleiters die im zweijährigen Turnus durchgeführten Neuwahlen sowie Ehrungen langjähriger Mitglieder.


Ordentliche Vereinsführung, erfolgreiche Chorarbeit und viel Geselligkeit
Der A.G.V. Sängerlust blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2019 zurück. In insgesamt 40 Chorproben und während zweier Chorwochenenden erworben die Damen der ChoryFeen und der Herren des HEARTChors das Können für ihre acht öffentlichen Auftritte und zwei Hochzeitsständchen. Der Faschingschor probte zwölfmal für vier Auftritte. Sängerische Highlights waren der Auftritt der ChoryFeen beim Neujahrsempfang der Gemeinde, das Matinee-Singen beider Chöre im Juni auf dem Bernd-Weber-Platz, der Auftritt der ChoryFeen bei dem befreundeten Chor Via Nova Niedernberg und die Teilnahme am Adventskonzert. Zu den gesellschaftlichen Höhepunkten zählten der Kindermaskenball am Faschingsdienstag, das Waldfest mit Open-Air-Konzert, Schafkopf- und Bouleturnier zu Pfingsten, der Ausflug ins Fichtelgebirge, der alljährliche Familien- und Helferabend sowie die Teilnahme am Adventsmarkt – nicht zu vergessen die Beteiligungen am Schützen-Ortspokalschießen, am Pokalwettbewerb des Tischtennisclubs, an der Bier-Pong-Ortsmeisterschaft von Delphin Export sowie am Erntedankfest des Obst- & Gartenbauvereins.

Kassier Norbert Fäth hatte Kassensturz gemacht und konnte von einer wiederum positiven finanziellen Entwicklung des Vereins und einem gesunden Polster zum Abfedern schlechter Jahre berichten. Aber wie schon in den Vorjahren wies Fäth darauf hin, dass sich Überschüsse in guten Jahren nur dank der erfolgreichen öffentlichen Veranstaltungen und der dabei verfügbaren unvermindert fleißigen Hilfen ergeben, während die regulären Einnahmen nicht ausreichen, um die entsprechenden Ausgaben zu decken.

Die Mitgliederzahl zeigte 2019 einen leicht rückläufigen Trend und beträgt heute 208 gegenüber 219 im Vorjahr. 56 Mitglieder singen aktiv – 30 im Männer-, 26 im Frauenchor. Hier die aktuelle Stärke zu halten und auszubauen, wird zu den elementaren Aufgaben der nächsten Zukunft gehören. Alle Aktiven zusammen bringen es auf ein Durchschnittsalter von rund 60 Jahren – die Herren etwas mehr, die Damen etwas weniger.

Den sehr zufriedenstellenden sängerischen Ausbildungsstand des Vereins bestätigte Chorleiter Burkhard Fäth in seinem Bericht. Auf Grund der zuletzt vorgenommenen Reduzierung auf zwei Chöre sei die Leistung beider erfreulich hoch, so dass er sich auf die Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte freue.


Neuwahlen bestätigen Vorstände, Zu- und Abgänge
Nachdem die Wahlen vor zwei Jahren durch den Wechsel der ersten und zweiten Vorstände für Aufsehen gesorgt hatten, verliefen sie in diesem Jahr wieder nach dem bewährten Muster. Die bisherige Vorstandschaft hatte Vorschläge zu den einzelnen Positionen erarbeitet, die Mitglieder sprachen dem Vorstand ihr Vertrauen aus, indem sie den Vorschlägen geschlossen und einstimmig zustimmten. Werner Müller bleibt Nummer 1., Anja Schaar-Trageser Nummer 2. Norbert Fäth kümmert sich weiter um die Finanzen, neue 2. Kassiererin ist Manuela Schick. Sie ersetzt Hedi Venuleth, die sich in dieser Position nicht mehr zur Wahl stellte. Die bisherigen Schriftführerinnen tauschten die Plätze: Katharina Kehrer ist jetzt die Stellvertreterin von Gabriela Brauch. Jörg Wolters bleibt Pressewart. Beisitzer sind Elmar Venuleth, Kerstin Gassner, Hedi Venuleth und Oskar Hofmann. Ausgeschieden sind der langjährige erste Vorstand Herbert Venuleth, Gisela Kessel, Manfred Hepp und Susanne Hühnlein. Dieter Bastigkeit und Michael Uhrig bleiben Revisoren. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder erhielten ein Präsent als Dankeschön für ihre langjährige Mitarbeit. Für Herbert Venuleth hatte Werner Müller sogar eine launige Laudatio mitgebracht, in der er ihn – an die ungezählten Faschingsauftritte erinnernd – unter anderem als den Vorstand mit den schönsten Beinen pries.

Der aktuelle Vorstand, v.l.n.r.: Werner Müller (1. Vorstand), Elmar Venuleth, Katharina Kehrer, Hedi Venuleth, Norbert Fäth (1. Kassier), Kerstin Gassner, Gabi Brauch (1. Schriftführerin), Anja Schaar-Trageser (2. Vorstand), Dr. Jörg Wolters (Pressewart).
Es fehlen Manuela Schick und Oskar Hofmann.

Mit Ehrungen für Treue bedankt

Die Jahreshauptversammlung bot auch in diesem Jahr wieder den würdigen Rahmen für Ehrungen langjähriger Mitglieder. Insgesamt standen fünf Jubiläen an: Alfred Hock und Gerhard Zang sind 25 Jahre dabei, Herbert Venuleth bereits 60 und Helmut Elbert sogar 70 Jahre. Eine ganz besondere Ehrung hätte Wilhelm Scharf verdient gehabt, der dem A.G.V. 75 Jahre lang die Treue gehalten hatte. Leider konnte ihm der Vorstand die Urkunde nicht mehr übergeben, denn unser Ehrenmitglied war nur wenige Tage zuvor verstorben.

Ehrung für langjährige Mitgliedschaft: v.l.n.r.: Anja Schaar-Trageser (2. Vorstand), Helmut Elbert (70 Jahre), Alfred Hock (25), Herbert Venuleth (60), Werner Müller (1. Vorstand);
es fehlt: Gerhard Zang (25 Jahre).

Auch 2020: Singen und Feiern, falls möglich
Der Ausblick ins laufende Jahr, den Werner Müller zuversichtlich gab, zeugt aus heutiger Sicht leider von viel Optimismus. So ist es inzwischen ungewiss, ob das Waldfest mit dem Auftritt der beliebten Irish-Folk-Gruppe Princes of Ales, dem Schafkopf- und dem Boule-Turnier an Pfingsten stattfindenden kann. Eher als wahrscheinlich gelten könnten der geplante Auftritt auf dem Kirchplatz am 21.7., der Chorausflug nach Würzburg am 25. und 26.7. und natürlich das für den 24.10. in der Aula der Mittelschule geplante 7. Chorfreu(n)de-Konzert als Highlight 2020. In der Hoffnung auf eine mittelfristige Verbesserung der Situation freut sich der A.G.V. Sängerlust schon heute auf viele Besucher.

Für den Bericht Jörg Wolters

Mit seiner spektakulären Hula-Hoop-Show begeisterte Adriano Aquilina die kleinen Narren und ließ sie dann selbst ihr Können testen.

Wie schon seit vielen Jahrzehnten hatte der AGV Sängerlust Stockstadt auch dieses Jahr wieder die jüngste Generation der Fasenachter zu seinem traditionellen Kindermaskenball in der Frankenhalle eingeladen. Zum Abschluss der närrischen Saison freuten diese sich am Faschingsdienstag über Musik und Tanz, Kostümprämierung und viele Überraschungen. Die Halle war voll besetzt, und die Eltern genossen es, ihren Prinzessinnen, Ungeheuern, Raumfahrern, Feen oder Zauberern Gelegenheit zu geben, um sich auszutoben. Animiert und angeleitet von zwei jungen Damen stieß dieses Angebot auf große Begeisterung, und viele der Kleinsten hatten nach drei Stunden sichtlich ihre Leistungsgrenzen erreicht. Bis dahin hatten sie nicht nur eine Kostümprämierung, einen Tanzwettbewerb und die TG Tanzmäuse erlebt, sondern auch den spektakulären Auftritt des Überraschungsgasts Adriano Aquilina. Das junge Publikum staunte nicht schlecht, als der Künstler sage und schreibe 35 Hula-Hoop-Reifen um Arme, Beine und Körper kreisen ließ. Und so nahm man im Anschluss gerne das Angebot an, unter Adrianos Anleitung selbst seine Geschicklichkeit auszuprobieren. Letzter Höhepunkt war wieder das große Luftballon-Finale, bei dem viele Hundert bunte Ballons auf die Kinder herabregneten. Dankenswerterweise hatte der Motoradclub diese nach seiner Karibischen Nacht dem AGV überlassen. Viele der kleinen Eroberer stellte der neu erworbene Besitz vor ein Dilemma, denn sie wussten nicht, was schöner war – sie mit lautem Knall platzen zu lassen oder sie zu retten und als Erinnerung an einen aufregenden Nachmittag mit nachhause zu nehmen. Der AGV bedankt sich herzlich bei allen Gästen, den vielen Helfern vor, während und nach der Veranstaltung sowie den großzügigen Spendern, die es möglich gemacht haben, dass auch dieses Jahr wieder unzählige Süßigkeiten geworfen werden konnten.

Stockstadt am Main. Bei schönem Wetter starteten 31 Sängerinnen, Sänger und Freunde des Stockstädter A.G.V. Sängerlust am frühen Nachmittag des ersten Freitag im Juli zum diesjährigen Vereinsausflug ins Fichtelgebirge. Quartier machte die gut gelaunte Truppe im Hotel Steinwaldhaus in Erbendorf am Naturpark Steinwald. In dessen Drehrestaurant fand man sich am ersten Abend zum gemütlichen Zusammensein ein und genoss bei gutem Essen und Trinken das schöne Panorama des Oberpfälzer Walds, bis der Tag in fröhlicher Runde ausklang.
Nach einem ausgiebigen Frühstück stand am Samstag eine Rundfahrt durch das Fichtelgebirge auf dem Programm, begleitet von einem einheimischen Reiseleiter. Erstes Ziel war Plauen, bekannt als Stadt der Spitze. Der alte Stadtkern um den Altmarkt, sorgfältig und liebevoll restauriert, ist Anziehungspunkt für viele Gäste. Herrschaftliche Häuser zeugen noch heute vom ehemaligen Reichtum der Stadt. Nach einer Stadtführung nutzten die mitgereisten Aktiven die Möglichkeit, ein ausgewähltes Publikum in der St. Johanniskirche, ein Wahrzeichen der Stadt Plauen, mit Liedvorträgen aus ihrem geistlichen Repertoire zu erfreuen.
Weiter ging die Fahrt zur Talsperre Pöhl. Rundherum lädt die Natur der Vogtländischen Schweiz zum Wandern, Radeln und Verweilen ein. Segler nutzten die frische Brise, und die Reisegruppe erlebte das „Pöhler Meer“ vom Sonnendeck eines Ausflugschiffes aus. Mit Kaffee und Kuchen, Eis und kühlen Getränken war die Rundfahrt informativ und zugleich sehr entspannend. So gut ausgeruht, ging es weiter zur Göltzschtalbrücke im sächsischen Vogtlandkreis, die mit ihren 98 Bögen die größte Ziegelsteinbrücke der Welt ist und als Wahrzeichen des Vogtlands gilt. Abschluss der Rundfahrt war ein Besuch des mit 9101 Meter tiefsten Lochs der Erde in Windischeschenbach. Doch damit war dieser ereignisreiche Tag noch lange nicht zu Ende, denn nach dem wohlverdienten Abendessen im Hotel mit zünftiger Livemusik wurde noch bis weit nach Mitternacht viel gesungen und getanzt.
Erster Haltepunkt auf der sonntäglichen Rückfahrt war dann die Stadt Bamberg, die größere und kleinere Gruppen auf eigene Faust erkundeten. Ihren Abschluss fand die Reise bei Tini, der Wirtin der Sonne in Schollbrunn, wo sich die Stockstädter Chöre alljährlich zu ihren Klausuren treffen. Den Organisatorinnen dieses Ausflugs Anja Schaar-Trageser und Kerstin Gassner ein großes Lob und ein herzliches Dankeschön.

Gewinner der Stockstädter Boule-Ortsmeisterschaft 2019 sind die Hobby-Boulespieler des SV 23 (Platz 1), die Herren von Delphin 1990 (Platz 2) und die TG Oldies (Platz 3). Es gratulierten Peter Wolf, 1. Bürgermeister, und Dieter Trageser (2. Bgm.) sowie Werner Müller, 1. Vorstand des A.G.V. Sängerlust. Ganz außen links und rechts: die Turnierleiter Anja Schaar-Trageser und Jörg Wolters

Besser hätten es die 52 Mannschaften aus Stockstädter Vereinen und Organisationen mit ihren 156 Boulspielern am Pfingstsonntag nicht treffen können, als sie sich am frühen Vormittag des Pfingstsonntags bei sonnigem, warmem Wetter auf dem Dorfplatz trafen, um auf Einladung des A.G.V. Sängerlust die 16. Ortsmeisterschaft auszuspielen. Die erneute Rekordbeteiligung unterstrich eindrucksvoller denn je die immense Beliebtheit dieses Turniers. Nach rund sechs kurzweiligen Stunden stand die Bouletruppe des SV 23 mit Stefan und Norbert Franz sowie Özi Cakaloglu als Sieger fest. Vizemeister 2019 ist der Vorjahrssieger Delphin 1990, in diesem Jahr mit Rolf und Florian Schuldeis sowie Thomas Stöcker. Auf Platz 3 kamen die Oldies der TG mit Dietmar Gross, Gebhard Debor und Wolfgang Bauer.

l.n.r.: Norbert Kneisel, Platz 3, Oskar Hofmann, Turneierleitung er, der Sieger Jürgen Koob aus Glattbach, Werner Müller, Vorstand des A.G.V. Sängerlust, und Anskar Harder, Platz 2

Auch unser am Pfingstsamstag auf dem Festplatz ausgetragenes Preis-Schafkopfen, das heuer zum 10. Mal stattfand, hat wieder gute Resonanz gefunden. 48 Teilnehmer haben hart gekämpft, und letztendlich stand der Glattbacher Jürgen Koob als Sieger fest. Platz 2 erreichte Anskar Harder, und Norbert Kneisel freute sich über den dritten Platz. Unter den vielen Sponsoren, die auch dieses Jahr wieder möglich gemacht haben, dass die Teilnehmer mit attraktiven Gewinnen nach Hause gehen konnten, sei stellvertretend die Stifterin des Hauptpreises, die Firma NewTelco genannt. Allen gilt unser herzlicher Dank!

Mitgliederbestand gleichbleibend positiv, Konzentration auf zwei Chöre

Rund ein Viertel aller aktiven und passiven Mitglieder waren anwesend, als Vorstand Werner Müller die diesjährige Jahreshauptversammlung des A.G.V. Sängerlust eröffnete – ein Spiegel der anhaltenden Attraktivität dieses Vereins im 106. Jahr seines Bestehens. Diese zeigt sich auch in der kontinuierlichen Entwicklung der Mitgliederzahl, die sich seit vielen Jahren bei rund 220 eingependelt hat. 161 fördernden Mitgliedern stehen aktuell 58 Aktive gegenüber – 31 Sänger und 27 Sängerinnen. Wie Müller berichtete, proben diese seit Ende 2018 statt in vier in nur noch zwei Formationen, den ChoryFeen und dem aus Traditions- und HEARTChor vereinigten Männerchor. Damit und durch den vorläufigen Wegfall des gemischten Chors stehen beiden Chören jetzt wieder je eineinhalb Stunden Probezeit zur Verfügung, was die Vorstandschaft als die derzeit beste Lösung zum sicheren Erarbeiten eines attraktiven Repertoires sieht.

Lebendiges Vereinsleben, Beitragserhöhung sichert Zukunft

Mit vielfältigen Aktivitäten haben die Mitglieder auch 2018 wieder maßgeblich dazu beigetragen, dass der Verein seine finanzielle Situation sichern konnte. Dabei hatte das vergangene Jahr gleich eine ganze Reihe solcher Events zu bieten. Hier hob Müller in seinem Rückblick neben dem traditionellen Kindermaskenball am Faschingsdienstag wieder das zu Pfingsten veranstaltete Waldfest mit dem Schafkopfturnier, der Irish-Folk-Night und der inzwischen 15. Boule-Ortsmeisterschaft sowie das Konzert zum 105-jährigen Jubiläum hervor, und zugleich bedankte er sich bei allen Helferinnen und Helfern für deren immer wieder geleistete Einsätze.

Allerdings, so die Warnung Müllers, sei nicht von einer Fortsetzung der positiven finanziellen Entwicklung auszugehen, da sich bestimmte Förderungen reduzieren und die Ausgaben steigen würden, wobei zugleich im laufenden Jahr eine attraktive Veranstaltung – das Konzert – weniger geplant sei. Um hier auch zukünftig auf gesunden Beinen zu stehen, schlug die Vorstandschaft der Versammlung eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags auf 30 € für aktive und fördernde Mitglieder gleichermaßen vor. Dieser Vorschlag wurde ohne Gegenstimmen angenommen.

Die vielen erfolgreichen Auftritte der A.G.V.-Chöre nahm Chorleiter Burkhard Fäth anschließend zum Anlass, den Aktiven ein sehr hohes Engagement zu bescheinigen: „Die Chöre konnten ihr Niveau im letzten Jahr weiter und zum Teil deutlich steigern. Ich freue mich sehr über das gemeinsam Erreichte und die sehr effektive, vertrauensvolle Zusammenarbeit während der Proben und mit der Vereinsführung.“ Er sei sich dabei sicher, so Fäth weiter, dass die Konzentration auf nur noch zwei Chöre der richtige Weg zu einer noch weiteren Qualitätssteigerung sei.

Bloonanoo kommen zu Pfingsten

Auch 2019 wird der A.G.V. Sängerlust wieder aktiv zum attraktiven Stockstädter Vereinsleben beitragen. Hier hob Müller zwei Ereignisse besonders hervor – das für den 23. Juni geplante Matinee-Singen auf dem Bernd-Weber-Platz und natürlich das Waldfest zu Pfingsten, wobei für das Open-Air am Pfingstsamstag die Soul- und Rhythm’n’Blues-Band Bloonanoo verpflichtet werden konnte. Eine besondere Überraschung in Form hoch attraktiver Preise wird darüber hinaus das Schafkopfturnier am Samstagnachmittag bereithalten.

Mit Ehrungen für Treue bedankt

Die Jahreshauptversammlung bot auch in diesem Jahr wieder den Rahmen zur Ehrung langjähriger Mitglieder. Für 2018 waren dies Reinhold Blum, Erich Jantschek, Bernd Merz, Willi Staab, Karl-Heinz Trunk und Karl Zang, denen Müller für 40 Jahre, sowie Theobald Scharf und Horst Duttine, denen Müller für 60 Jahre Treue zum Verein mit einer Urkunde und einem Präsent dankte.

v.l.n.r.: Anja Schaar-Trageser, 2. Vorstand, Erich Jantschek, Bernd Merz, Karl-Heinz Trunk, alle 40 Jahre, und Werner Müller, 1. Vorstand. Geehrt wurden außerdem Reinhold Blum, Willi Staab und Karl Zang, 40 Jahre, sowie Theobald Scharf und Horst Duttine, 60 Jahre.

Die närrische Jahreszeit – dafür üben die Faschingssänger des Stockstädter A.G.V. Sängerlust monatelang, um dann in wenigen Tagen einen kleinen Auftrittsmarathon zu absolvieren.

Der Stockstädter Arbeitergesangverein Sängerlust hat nicht nur einen Frauen- und einen Männerchor. Kaum hat sich der Sommer verabschiedet, beginnen alljährlich und fast unbemerkt die wöchentlichen Proben einer gemischten, aus beiden Formationen zusammengebauten Truppe, den Faschingssängern. Christine Pernecker, selbst Sängerin bei den ChoryFeen, hält dabei die Fäden in der Hand. Nach dem Motto „Nach dem Fasching ist vor dem Fasching“ beginnt sie schon in diesen Tagen wieder mit der Suche nach fetzigen Musikstücken für die kommende Saison und mit dem Verfassen passender Texte. „Die Choreographie unserer Auftritte entwickelt sich im Laufe der Proben“, erzählt sie. „Jeder bringt sich ein, alle haben riesigen Spaß bei den Vorbereitungen. Und dann ist die Spannung riesengroß, ob wir beim Publikum so ankommen, wie wir uns das vorstellen, denn immerhin findet alljährlich gleich der erste öffentliche Auftritt vor Hunderten von Narren auf der Fastnachtssitzung der Stockstädter TG statt.“ Aber diese Sorge hat sich bisher jedes Mal als unbegründet erwiesen. Der Applaus war auch auf der diesjährigen Sitzung riesig – so wie in all den sechs Jahren davor. Begleitet von den Damen hatten die Männer im Baumarkt zuvor ihre geschlechtsspezifischen Nöte und Sorgen besungen, gefolgt von einer schwarz gekleideten Damenschar, die vielstimmig berichtete, aus welchen dunklen Gründen ihre jeweiligen Gatten nicht mehr am Leben teilnehmen konnten. Ein Highlight 2019 war einmal mehr Herbert Venuleth, Ehrenvorsitzender und Stimmungskanone des AGV, der sexy gekleidet die seelische Folter besang, die Frauen wie ihm die Cellulite verursacht. In kurzer Folge absolvierten die Faschingssänger danach noch drei weitere Auftritte, bei denen sie intern und extern die Stimmung tüchtig angeheizt haben. Auf dem vereinseigenen Kappenabend im altehrwürdigen Gasthaus zur Traube stellte man sich dem kritischsten Publikum – den eigenen Familienmitgliedern und den anderen Sängerinnen und Sängern. Tatsächlich sparten diese genauso wenig mit Lob wie das Publikum auf den Faschingsveranstaltungen der AWO und schließlich, am Rosenmontag, der SPD. Christine Pernecker hat schon wieder neue Ideen, denn „Nach dem Fasching ist vor dem Fasching“.

Vielen Dank an Jörg für das Verfassen dieses Berichts. Diesen könnt Ihr auch im Main Echo nachlesen.